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Rom Marathon 2007 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jens Paulsen   
Sonntag, 08. April 2007 um 13:02 Uhr
Ein Artikel in der Runners World brachte uns Anfang 2006 auf die Idee mal in Rom den Marathon zu laufen.
Im Internet haben wir dann erstmal die entsprechende Homepage angesteuert und uns mit den
Anmeldeformalitäten vetraut gemacht. Eigentlich garnicht so schwierig, die Bezahlung
des (in der ersten Meldephase mit 25€ sehr günstigen) Startgelds kann per Visa erfolgen und
das Gesundheitszeugnis was verlangt wird kann man ausdrucken, vom Arzt unterschreiben lassen, scannen und zurückmailen.

Wenn man alles richtig gemacht hat und genügend Geduld aufbringt steht man irgendwann in der Liste
der gemeldetetn Läufer. Auf eine offizielle Meldebestätigung per Mail oder Post wartet man allerdings vergebens.
Für die Anreise haben wir uns frühzeitig Tickets bei Easyjet besorgt und als Unterkunft haben wir uns in einem
sehr schönen privaten Apartement eingemietet. Die Abholung der Startunterlagen und den Besuch bei der
Marathonmesse haben wir zwei Tage vor dem Start erledigt. Dabei haben sich dann Susanne, Sabine und Reini für den Fun Run angemeldet.
Für 5€ Startgebühr gab es zwei T-Shirts und eine Menge Kleinkram, die Marathonis bekamen Shirt, Tasche und noch so einige Kleinigkeiten.
Insgesamt muß man schon zugestehen das für 25€ bzw. 5€ wirklich eine Menge gegeben wird.
Besonders gelohnt hat sich aber für uns die Marathon Card, ein Ticket mit dem man für 5€ vier Tage vor und einen Tag nach dem
Marathon kostenlos Bus und U-Bahn fahren kann. Das lohnt sich absolut und kann ich nur jedem unbedingt empfehlen!
Allerdings hatten wir am ersten Tag ein paar Diskussionen mit Schaffnern in der U-Bahn die das Ticket (noch) nicht kannten.
Aber nachdem diese bei ihren Chefs telefonisch nachgefragt hatten haben sie sich wortreich italienisch
entschuldigt und am zweiten Tag hatte sich das wohl rumgesprochen. Es gab jedenfalls keine Beanstandungen mehr.

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Der Marathon startete dann am Sonntag direkt vor dem Collosseum. Eine beeindruckende Kulisse für einen Marathon.

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Vom Start weg geht es erstmal Richtung Süden zur Basilika Sao Paolo. Dort über den Tiber und dann am Tiber entlang
in Richtung auf den Petersdom. Hier ist die Strecke eher langweilig, man unterhält sich zur Ablenkung mit den Mitläufern.
Da ich mangels Training sowieso ein eher langsames Tempo laufe bleibt dafür auch genügend Luft.
Ich treffe Norweger, Dänen und natürlich eine Menge Deutsche die es wie ich geniessen nach dem
langen Winter mal wieder in kurzen leichten Klamotten zu laufen. Bei Km 10 die erste Überraschung,
Susanne hat es geschafft nach dem Fun Run noch zur Strecke zu kommen. Das freut mich.Image
Danach heißt es wieder über den Tiber und auf in Richtung Petersplatz. Hier erwarte ich den ersten heftigeren Anstieg.
Aber ich habe mich getäuscht, es geht nur leicht aufwärts. Und der Lauf über den Petersplatz ist doch ein ganz
besonderes Stück der Strecke. Viele Touris und eine Kapelle der italienischen Armee machen Stimmung. Es geht jetzt ein ganzes Stück in Richtung Norden, mmer auf dem römischen Kopfsteinpflaster
bei dem man wirklich wie ein Schießhund aufpassen muss wo man hintritt. Ich habe mehr als einen fallen sehen....

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Bei Km20 ist der nächste Treffpunkt und auch Reini und Sabine haben es pünktich geschafft. Super.
Und mir geht es noch erstaunlich gut. Hätte nicht gedacht das es so problemlos klappen würde.
Jetzt kommt die langweiligste Etappe, immer langsam bergauf bis zur Moschee. Dann wieder über den Tiber und danach
zurück in Richtung Innenstadt. Diese 10Km sind unangenehm. Fast ständig bergauf, pralle Sonne und kein Wind.
Nachdem bei der Halbmarathon Markierung schon viele Italiener planmäßig aufgehört haben steigen jetzt mehr Läufer aus.

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Bei Km30 steht wieder mein Publikum und baut mich auf. Und Susanne entscheidet sich mich ein Stück der Strecke zu begleiten.
Das ist zwar nicht gestattet aber der Lauf ist ja in Italien. Hier wird das locker gesehen und es juckt wirklich niemanden.
Mir macht es dafür Spaß. Sogar an den Versorgungsstationen kann sie sich problemlos mit bedienen.
Überhaupt die Versorgungsstationen, das ist etwas anders als z.B. in Berlin. Ab Km 5 gibt es alle 5Km (!) eine Station
mit Wasser, Gatorade, Obst und Bananen. Und ich vertrage Gatorade hervorragend. Dazwischen ist jeweils eine Station nur mit
Schwämmen, ohne die Möglichkeit zu trinken. Ich war deswegen erstmal etwas überrascht, aber im Nachhinein muß ich sagen das
mir die Aufteilung optimal bekommen ist.
Jetzt beginnt der richtig geniale Teil der Strecke, über den Piaza del Populo, vorbei an der Fontana die Trevi, der spanischen Treppe,
über den Piaza Narvone bis zum Forum Romanum und wieder zurück zum Collosseum. Hier steigt Susanne aus um mich beim Zieleinlauf wieder zu treffen. Auf den letzten zwei Kilometern
kommen dann nochmal zwei richtig bittere Steigungen bis man das Ziel am Colloseum erreicht hat.
Und dann gibt es endlich die Finisher Medaille vom Rom Marathon. Eine Medaille die wirklich (!!!) sehr schön gestaltet ist.

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Kein Vergleich zu der doch eher lieblos gestalteten von Berlin.
Der Lauf ist definitiv einer der Schönsten und ganz besonders empfehlenswert, besonders wenn man sich früh genug anmeldet und damit von den sehr günstigen Tarifen
profitiert.
Der nächste Termin ist der 16. März 2008 die Anmeldung ist bereit möglich und wir laufen auch wieder mit!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 01. Juli 2009 um 11:38 Uhr